Verdichtete Gedanken und Stimmungen

Verdichtete Gedanken und Stimmungen

Lyrik von Galapapa

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Herzlich willkommen auf meiner Website!

 

Die Gedichte können aus dem Inhaltsverzeichnis nach Kategorien angewählt werden . Dort findet man auch die Kurzgeschichten.

Hier sind nun zum Teil die Texte der beiden alten Websites “www.galapapa.com” und “lyrik-von-galapapa.de” zu finden. Unter “Neue Gedichte” sind jeweils die zehn neuesten nachzulesen.

Kommentare im “Gästebuch” und unter den Texten sind mir stets willkommen.

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Viel Freude beim Stöbern und Lesen!

 

 

Januar

Das Jahr scheint langsam seine Bahn zu finden,

die letzten  Sorgen sind schon fast verdrängt,

Lametta, das am alten Christbaum hängt,

tanzt glitzernd mit den kalten Winterwinden.

 

Ins rare Licht an diesen neuen Tagen,

streckt jeder Baum sein schlummerndes Geäst;

bis bald ihn jene Müdigkeit verlässt,

verharrt er voller Hoffnung  ohne Klagen.

 

Von Schnee bedeckt schläft still das frische Leben,

in Knospen, Zwiebeln, Samen ruht das Streben,

bis, der Bestimmung folgend, es obsiegt.

 

Die Zuversicht, gepaart mit dem Verlangen,

gebiert den neuen Anfang, der,  gefangen

an Frostes Ketten, in Bereitschaft liegt.

 

 

Januarmorgen

 

Ein gläsernes, beinahe schrilles Klirren

liegt scharf und  kaum vernehmbar im Geäst.

Ein Eishauch, der zur Agonie erpresst,

durchdringt die Luft mit seinem Kälteflirren.

 

Am frühen, rosaroten Himmel irren

zwei Glitzerflocken aus dem Wolkennest,

bis sie die starre Luft zu Boden lässt.

Es ist als hörte man ihr zartes Schwirren.

 

Wie gnadenlos und unerbittlich kalt

in Diamentenschweigen eingefroren

ersteht der Tag als blasse Lichtgestalt.

 

Ein Frieden scheint jedoch mit ihm verschworen,

wie Trost, der in die Totenstille hallt,

aus einer alten Zuversicht geboren.

 

 

 

Januarregen

 

Blattlos reckt der Fliederbusch die Zweige

in den regengrauen Wintertag,

der sich augenscheinlich selbst nicht mag;

und ich schaue teilnahmslos hinaus und schweige.

 

Freudlos sucht mein Auge junges Leben,

das an jedem Ast noch einst gedieh.

Nun tropft aus dem Holz Melancholie.

An den Hängen seh ich Schwermut schweben,

 

klamm in Nebelschwaden auf den Bäumen.

Dieses Schweigen wie ein Todesschlaf,

der das Dasein mit der Kälte traf,

kennt das Grün wohl nur aus linden Träumen.

 

Kalter Wind erobert die Gedanken,

treibt sie stumm mit weißen Flocken fort

und der Hauch birgt kühl ein Sterbenswort,

bringt die  Eschenbäume sacht ins Wanken.