Fesseln der Pflicht

Den Lebensweg, er ist ihn all die Zeit

bis an sein Heute fügsam hingegangen,

gewissenhaft und scheinbar unbefangen,

zu allem, was die Pflicht verlangt, bereit.

 

Von jener Knechtschaft hat er sich befreit,

von Fesseln, die ihn in die Richtung zwangen,

mit einem fremden Müssen ihn durchdrangen

und endlich auch von der Verlogenheit.

 

Wie hätt er zu sich selber finden sollen?

Des Daseins Bürde war wie ein Verlies,

darin das Ich beinahe schon verschollen,

 

bis Hoffnungslosigkeit zum Angriff blies

und aus dem Sollen reifte still ein Wollen,

das ihm den Weg zur eignen Seele wies.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.