An der Grenze

Ein Tag, der doch so vielen andern gleicht,

und trotzdem ist da wieder dieser Schatten

aus einer ungeliebten, fremden Welt.

Verlorenheit, die einen stumm beschleicht,

in der die Ängste jeden Mut bestatten,

wenn das Vertraute ins Vergessen fällt.

 

Ein Tag, der offensichtlich nie begann

und auch sein vages Ende ist verhangen

von Leere und Bedeutungslosigkeit,

seit ihr Vertrautes immer mehr entrann.

Sie war für einen Augenblick gefangen

im Leben einer namenlosen Zeit.

 

Ein Tag, an dem sie eigentlich verstand,

sie wird, was ihr geschieht, doch nie begreifen

und hilflos in dem Wissen weitergehen,

bis hin zu jenem gnadenlosen Rand,

dort Zweifel und die Fragen von sich streifen,

und in ein Dasein ohne Zeit verwehen.

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