Der Sommer geht

Wenn es bizarr ertönt aus Krähenkehlen,

man klamm die langen Nächte spüren kann,

und wenn dem Himmel schon die Schwalben fehlen –

dann fühlt sich das beinahe wie ein Abschied an.

 

Wenn dann das Licht beginnt, sich zu verfärben

in braune, gelbe Tönung, seltsam matt,

geht durch den Abendwind ein Hauch von Sterben,

der den Geruch von einem reifen Leben hat.

 

Als ob schon Nebel aus den Wiesen kämen,

stiehlt Dunst das Gleißen aus der Sommerglut.

Die Färbung scheint das Schwinden zu verbrämen,

mit einem Glanz, der auf den müden Blättern ruht.

 

Auch die Gedanken werden langsam leiser,

ganz still erwacht darin Melancholie

und eine zarte Stimme flüstert heiser –

seufzt in den Tag versonnen ihre Melodie.

 

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