Nebelnacht

Ein Schweigen liegt in Wald und Tal,

des Sommers Lieder sind verklungen.

Wie haben wir sie hundert Mal

in mancher lauen Nacht gesungen.

 

Die Welt da draußen ist nun reif,

durch Hecken, die den Waldrand säumen,

zieht eine Brise, kühl und steif,

verliert sich in den müden Bäumen.

 

Im trüben Schein des roten Lichts

hat Nebel seinen Weg gefunden

und steigt herauf, wie aus dem Nichts.

Schon ist das Land im Dunst verschwunden.

 

Die Nacht fällt klamm und kalt herab,

hält alles Leben stumm verborgen.

als wär die Finsternis ein Grab.

Doch bald schon glüht ein neuer Morgen.

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